Für viele Menschen stellt der Garten einen zentralen Punkt in ihrem Leben dar. Ob zur Entspannung nach der Arbeit oder zum Austoben für Kinder. Kaum ein Ort ist so vielseitig einsetz- und verwandelbar wie der Garten. Und was in der grünen Oase neben bunten Gartenpflanzen nicht fehlen darf, ist der Rasen. Dieser bietet die Grundlage für die weitere Gartengestaltung.

Rasen zu säen ist gar nicht so schwer. Allerdings müssen einige Punkte beachtet werden, damit die Rasenaussaat von Erfolg gekrönt ist. Zu den wichtigsten Aspekten gehören die Wahl des richtigen Zeitpunktes, der richtigen Rasensamen sowie eine gute Vorbereitung des Bodens. Ein Fehler bei der Planung oder der Ausführung kann daher verheerende Folgen für die Entwicklung des Rasens haben. Viele Gartenbesitzer sind deshalb nach den ersten Versuchen enttäuscht und demotiviert. Machen Sie sich keine Sorgen, mit der richtigen Anleitung ist der Rasentraum ein Kinderspiel!

Schritt 1 beim Rasen säen: BEREITEN SIE DEN BODEN VOR

Rasen-säen-Rasenfläche

Der Boden stellt die Grundlage für das Wachstum der Rasensamen dar und spielt daher eine entscheidende Rolle. Dieser sollte eine möglichst unkrautfreie und nährstoffreiche Grundlage für die Rasensaat bilden. Bevor Sie also den Rasen säen gilt es zuallererst einmal das neue Heim der Samen vorzubereiten. Ähnlich wie bei dem Bau eines Hauses, muss erst das Fundament geschaffen werden, bevor etwas Größeres entstehen kann.

Zur Vorbereitung sollten Sie den Boden etwa spatentief auflockern. In diesem Schritt gilt es alle Fremdkörper zu entfernen und die Erde danach zu begradigen. Es ist ganz wichtig danach etwa 2-3 Wochen mit der Aussaat zu warten, damit der Boden Zeit bekommt, sich zu setzen.

Schritt 2 beim Rasen säen: WÄHLEN SIE GUTE RASENSAMEN

Wenn die Rasensamen von einer geringen Qualität sind, dann sind Probleme im Garten vorprogrammiert. Selbst mit viel Mühe bei der Vorbereitung des Bodens und der Pflege des Rasens lässt sich schlechtes Saatgut meistens nicht auf Dauer retten. Geben Sie daher lieber ein paar € mehr für vernünftiges Material aus. Ansonsten können Sie es sich lieber gleich sparen, den Rasen zu säen.

Bei den billigen Varianten werden fast immer Futtergräser untergemischt, die für den Rasen im Garten nicht zu gebrauchen sind. Diese wachsen viel zu schnell und vertragen es nicht, gemäht zu werden. Unschöne Stellen im Garten sind in diesem Fall nur eine Frage der Zeit.

Das qualitativ hochwertige Saatgut enthält speziell für den Garten optimierte Gräsermischungen. Jedoch ist es für den Laien oftmals schwer die Qualität beim Kauf abzuschätzen. Es empfiehlt sich daher ein fachmännischer Berater. Diesen finden Sie entweder beim Gartencenter Ihres Vertrauens oder auf der Website der Deutschen Rasengesellschaft.

Schritt 3 beim Rasen säen: WÄHLEN SIE DEN RICHTIGEN ZEITPUNKT

Prinzipiell können Sie in jeder frostfreien Zeit Rasen säen. Allerdings müssen die Temperaturen möglichst stabil sein und auch nachts auf keinen Fall unter 10 °C sinken. Ebenfalls vermieden werden sollten jedoch auch zu heiße Temperaturen. Da bei diesen der Boden relativ schnell austrocknet und in Folge dessen sehr viel gegossen werden muss.

Sommer und Winter stellen daher nicht die ideale Zeit zum Rasen säen dar. Besser geeignet sind der Frühling und vor besonders gut der Herbst. Im Frühling sollte aufgrund von möglichem Spätfrost nicht zu früh gesät werden. Im Herbst dagegen möglichst nicht zu spät, um die Saat vor einem frühen Wintereinbruch zu schützen. Ein weiterer Vorteil des Herbstes besteht darin, dass es zu dieser Zeit deutlich mehr Niederschläge gibt. Dadurch muss weniger gegossen werden und der Boden bekommt auch bei Abwesenheit genügend Flüssigkeit.

Schritt 4 beim Rasen säen: BEGINNEN SIE MIT DER AUSSAAT

Rasen-säen-Bewässerung

Nach Abschluss der Planung und Vorbereitung müssen Sie sich erst einmal gedulden, bis der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Dann kann die Gartenarbeit nach dem Winter endlich beginnen und Sie können mit dem Rasen säen beginnen.  Bei der Durchführung gehen Sie am besten folgendermaßen vor:

  • verteilen Sie die Samen gleichmäßig per Hand oder mit einer Sämaschine
  • arbeiten Sie die Samen vorsichtig mit einem Rechen in den Boden ein
  • stecken Sie diese nicht zu tief, da das Rasensaatgut Licht benötigt
  • sehen Sie von einer Aussaat an windigen Tagen ab
  • versorgen Sie die Samen mit genügend Flüssigkeit (alle 2-3 Tage gießen, falls es nicht regnet)
  • verwenden Sie beim Gießen keinen direkten Strahl, besser beregnen lassen
  • betreten Sie Ihre Rasenfläche nach der Aussaat für ca. einen Monat nicht

Bei allen Schritten ist es sehr wichtig, besonders schonend mit den Rasensamen umzugehen. Diese sind in der Aussäphase und in der ersten Wachstumsphase sehr empfindlich und müssen daher pfleglich behandelt werden. Ansonsten kann die monatelange Arbeit innerhalb weniger Augenblicke zerstört werden.

Wenn Sie diese 4 Schritte beim Rasen säen beachten, dann wird Ihre nächste Aussaat mit Sicherheit ein Erfolg.