
Mein
erster Garten bestand zum größten Teil aus Rasenfläche. Am Rand ein paar
kleine, halbrunde, mit Bruchsteinen verzierte Beete. Ich pflanzte alles was ich in die Finger bekam oder was gerade günstig
angeboten wurde. Ich kannte mich überhaupt
nicht aus, welche Pflanzen wann blühen
sollten und achtete auch nicht weiter auf Größe oder Standortansprüche.
Stapelweise verschlang ich Gartenbücher -und Zeitschriften, um
Ideen für meinen Garten zu sammeln. Dabei gefielen mir
ganz besonders die alten Nutz
- und Bauerngärten. Die Arbeit im Garten machte
mir immer mehr Spaß
und irgendwann kam
mir dann der Sinn nach einem schöneren Garten und was lag da näher,
als meinem Traum von einem eigenen
Bauerngarten, in die Tat umzusetzen.

Zuerst habe ich mir eine
Skizze gemalt, dann bin ich mit Maßband und Pflanzleine in
den Garten und hab die Umrisse der einzelnen Beete ausgemessen und anschließend
ausgestochen.
Der schiefen Grundstücksform
mußte ich meinen Garten irgendwie anpassen. Das Abtragen
des Rasens,
ist recht anstrengend und macht viel Arbeit, darum sollte man sich vor einsähen
größerer Flächen mit Rasen, gut überlegen ob nicht
vielleicht doch, das ein oder andere Blumenbeet besser aussehen würde.

Für
die Einfassung der Beete habe ich Bruchsteine und Kopfsteinpflaster benutzt.
Später dann nach und nach die Steine
gegen Buchsbaum - Stecklinge ausgetauscht. Für den Anfang reicht
aber auch eine Einfassung aus Einjährigen Blumen, wie z.B.
Tagetes der Ringelblumen, diese lassen sich leicht aussähen.
Auch mit Schnittlauch (mehrjährig) lassen sich Beete einfassen
- ein wunderschöner Anblick, wenn er Lauch in voller Blüte
steht. Also ruhig mal mutig ausprobieren! Beim
Anlegen der Wege, unbedingt das Wachstum
der Buchsbaumhecken mit einplanen. Ansonsten
kann nach einigen Jahren der Umfang der Hecke, die Wege zu schmal
werden lassen. Der Hauptweg sollte mit einer
Schubkarre begehbar bleiben, um
später die Gartenarbeit zu erleichtern. Der Untergrund unserer
Kieswege besteht aus einer ca. 6 cm dicken
Sandschicht. Darauf kam dann noch mal
4-5 cm Perlkies.
Die Wege
sind leicht zu pflegen, da die Wildkräuter
in dem lockeren Kies nur wenig
Halt finden
und sich deshalb sehr leicht herausziehen lassen.

So einen Garten
anzulegen, ist recht kostspielig. Im Herbst oder im Frühjahr ist
die Zeit um Stauden zu teilen oder Stecklinge zu schneiden. Man sollte
darum Augen und Ohren offen halten und in der Nachbarschaft und im Bekanntenkreis
fragen, ob Pflanzen abzugeben sind. Auch in Kleingartenvereinen
darf man freundlich nachfragen
oder einen Zettel ans schwarze Brett kleben.
Oft freuen sich die Gärtner, wenn sie
ihre Zöglinge in gute Hände wissen,
anstatt sie auf dem Kompost entsorgen zu
müssen.
Eine gute Möglichkeit bieten auch Pflanzentauschbörsen
die im Herbst oder im Frühjahr veranstaltet
werden. Oft entstehen dadurch nette Kontakte
und der Garten füllt sich fast von
allein!