Wegen eines Nachbarschafts-Streits, hatten wir unser Haus verkauft. Auf Dauer waren Streitereien um Kleinigkeiten, keine Basis für ein gutes Miteinander und deswegen trafen wir diese Entscheidung! Ebenso stand für mich fest, das mein Garten mit mir kommen würde! Im Herbst kam dann die große Umzugszeit! Die Stauden wurden durch Schilder gekennzeichnet. Die verblühten Blumenstände, wurden nicht abgeschnitten um die Höhe der Staude, beim einpflanzen berücksichtigen zu können. Die Zwiebelblumen hatte ich im Frühsommer, nachdem das Laub welk geworden war, ausgegraben, gesäubert, getrocknet und dunkel bis zur Neuanpflanzung im Herbst, gelagert. Nach zwei Wochen Arbeit, war es dann geschafft.




Für drei Jahre hatten wir Haus und Garten gemietet. Deswegen habe ich den Weg meines kleinen Gartens mit Rindenmulch belegt. Eine schnelle und preiswerte Lösung für den Übergang. Der Rindenmulch unterdrückt die Wildkräuterbildung und ist auch noch sehr angenehm zu begehen.



Die Buchsbaumhecke war gut angegangen und trieb zum Frühsommer kräftig aus, so daß ich viele Steckhölzer schneiden konnte. Einige junge Apfelbäume und zahlreiche Stauden pflanzte ich noch dazu. An der Pergola wuchsen wilder Wein und Hopfen, das Windspiel hatte schon so manches Reh verscheucht und so meine Blumen vor Wildfraß gerettet. Schon im ersten Frühling, zeigten sich alle Pflanzen in ihrer Pracht, es sprießte und blühte in allen Ecken. Auf den Gemüseanbau mußte ich wegen Platzmangels leider verzichten. Ich freute mich trotzdem über meinen neues, kleines Reich und auch daß die Pflanzen den Umzug gut überstanden hatten.



Im zweiten Jahr, konnte man die Beete kaum wiedererkennen. Die Stauden und Kräuter hatten sich ausgebreitet. Es entstand eine Blütenmeer aus Iris, Mohnblumen, Margeriten, Pfingstrosen, Akelei und Habichtskraut.