Buchsbaum (Buxus sempervirens)

Der Gewöhnliche Buchsbaum (Buxus sempervirens), auch Buchsbaum oder Buchs genannt, ist in Europa und dem Nahen Osten beheimatet. Die beliebte immergrüne Gartenpflanze – er behält sein Laub also auch im Winter – spielt eine wichtige Rolle in der Gartenkunst.

Buchsbaum

Kunstvoll arrangierte Buchsbäume kommen vor allem in Schlossgärten gerne zum Einsatz ©iStock.com/Magmark76

Mittlerweile sind sie aus unseren heimischen Gärten nicht mehr wegzudenken. Buchsbäume zeichnen sich durch langsamen Wuchs aus und lassen sich hervorragend mit leichtem Schnitt in jede Form bringen. Schmücken jeden Garten, sei es wie im Schlossgarten als Hecke um Beete und Blumenrabatte oder als Einfassung für die Kräuterbeete. Selbst kunstvolle Figuren sind kein Problem mehr, dafür gibt es im Handel vorgefertigte Schablonen, die man nur anlegen muss, da gelingen mühelos wunderschöne Figuren.

Wie Sie Ihren Buchsbaum richtig schneiden

Der grobe Rückschnitt der Buchsbäume beginnt in der Regel im März. Zu dieser Zeit treibt der Buxus sempervirens noch nicht aus, sodass bis ins alte Holz zurückgeschnitten werden kann. Der Rückschnitt der jungen Triebe kann Mitte April oder Anfang Mai stattfinden. Der erste Schnitt sollte jedoch erst erfolgen, wenn die Triebe etwa 2 cm groß sind. Das Schneiden löst einen stärkeren Wuchs aus und führt zu einer dichteren Struktur. Eine passende Gartenschere finden Sie im üblichen Baumarkt.

Tipps für den perfekten Schnitt

  • Blätter dürfen nicht gequetscht werden
  • An bewölkten, aber trockenen Tagen scheiden

Hinweis: Erfolgt der Rückschnitt an sonnigen Tagen, kann die Pflanze verbrennen. Die Triebe sind nach dem Rückschnitt empfindlich und sollten nicht nass werden, da sonst Pilzbefall droht.

Buchsbaum Hochstamm

Ziehen Sie sich doch auch mal einen Hochstamm aus Buchsbaum. Dafür entfernen Sie bei einem jungen Buchsbäumchen die unteren Blätter bis zur Hälfte und schneiden die verbleibenden Blätter immer leicht zurück in die Form, die sie gern möchten, zum Beispiel als Kugel oder Quadrat. Alles was unten nach wächst, wird regelmäßig entfernt. Es braucht zwar etwas Geduld, aber so können Sie sich ihr eigenes Hochstämmchen ziehen.

Buchsbaum Pflege

Die Buchsbaum Pflege gestaltet sich relativ simpel ©iStock.com/HannamariaH

Die passende Pflege für Ihren Buchsbaum

Ein Buchsbaum ziert nicht nur im Sommer ihren Garten, durch seine immergrünen Blätter, ist er auch ein Schmuckstück im Winter. Buchsbäume sind sehr robust, zum einen winterhart und im Sommer vertragen sie auch lange Trockenperioden. Sie haben keine besonderen Bodenansprüche.

Gießen & düngen

Mischen Sie beim Pflanzen der Gartenpflanzen etwas normale Blumenerde unter ihre Gartenerde und gießen Sie die Buchsbäume gut an. Nach dem Neupflanzen, gerade in trockenen Perioden die ersten Wochen noch regelmäßig und gut gießen, damit die Wurzeln Fuß fassen können. Dann werden die Buchsbäume ganz alleine ohne weiteren Pflegeaufwand wachsen. Ein bisschen Dünger im Frühjahr darf man ihnen gönnen. Sie sind also absolut pflegeleicht und auch für Gärtner ohne den berühmten grünen Daumen sehr gut geeignet.

Krankheiten & Schädlinge

Einige Buchsbaum Krankheiten gelten als harmlos, da der Schaden meist minimal ausfällt. Ist der Buchsbaum vom Buchsbaumfloh befahlen, dies wird durch Watte ähnliche Ausscheidungen deutlich, kann der Gärtner durchatmen und dem Schädling sein treiben gönnen. Ebenso unbedenklich (in geringem Maß!) ist der Spinnmilben Befall, zu erkennen an den hellen, gesprenkelten Flecken auf den Blättern. Ist der Befahl starker Natur sollte natürlich gehandelt werden. Das Bekämpfen von Spinnmilben gestaltet sich relativ einfach: ölhaltige Mittel wie z.B. Neemöl oder Paraffin hilft am besten.

Seit einiger Zeit haben Buchsbäume einen neuen Feind bekommen, auf den es zu achten gilt: Den Buchsbaumzünsler, eine Raupenart aus China eingeschleppt, gegen die es noch kein wirklich gutes Mittel gibt. Da hilft nur stetige Kontrolle und gegebenenfalls die Raupen absammeln.

Vermehren

Der Buchsbaum lässt sich auch sehr leicht über Stecklinge vermehren. Dazu die unteren Blätter entfernen und einfach in die Erde stecken, hin und wieder etwas gießen.

Auch hier gilt: Lieber etwas zu trocken als zu nass wie halt bei vielen holzigen Stecklingen, ähnlich wie bei Knoblauch Pflanzen.