Auch wenn es gerade nicht so aussieht, so wird bald der Sommer kommen. Das bedeutet, leichte Bekleidung wie kurze Hosen, Tanktops und Shirts – allerdings ist der Sommer auch eine Hochsaison für Parasiten. Neben der bekannten Mücke, gibt es noch einen weiteren Parasiten, der sich in den Gräsern unserer Gärten versteckt: die Grasmilbe.

Was sind Grasmilben?

Hohes Gras lockt Grasmilben

Grasmilben fühlen sich in hohem Gras am wohlsten (c) twinlili / pixelio.de

Grasmilben sind sehr kleine Tiere, die zur Familie der Spinnen gehören. Im Gegensatz zu den gewöhnlichen Arachnoiden, metamorphen diese Tiere vom Larvenstadium zur eigentlichen Grasmilbe. Während des Larvenstadiums leben diese Tiere parasitär, das bedeutet, sie ernähren sich von Zellsäften und Lymphflüssigkeit des Wirtes. Da der Biss sehr klein ist und kaum Verletzungen hervorruft, fällt dem Wirt der eigentliche Befall gar nicht auf. Die Symptome des Grasmilben Bisses treten durch ein Speichelsekret auf, dass die Milbe in die Haut injiziert. Durch die Injektion wird die untere Hautschichten gelöst.

Die Symptome der Grasmilben Bisse:

  • Juckreiz
  • Hautrötungen
  • weitflächige Quaddelbildung

Hat das Tier sich satt gefressen, fällt es wieder vom Wirt ab, wobei die Symptome erst nach ca. 24 Stunden beginnen und nach ein bis zwei Wochen wieder abklingen. Um einen Wirt zu erreichen, klettern die Larven auf die Spitze eines Grashalms, wo sie dann beharrlich auf ihr Opfer warten. Natürlich werden nicht nur Menschen, sondern auch alle Arten von Haustieren befallen. Die Tiere erleiden dabei die selben Symptome, wie der Mensch.

Prävention und Bekämpfung

Vorab: es gibt keine absolute Sicherheit gegen Grasmilben!

Sie fühlen sich in hohen Gräsern wohl und können mithilfe eines Wirtes sehr weit „wandern“. Um eine neue Population zu beginnen, reichen zwei Tiere aus. Diese können zum Beispiel auf einer Katze durch das Gras transportiert werden. Sie sind in der Lage, einen Hektar Rasenfläche innerhalb kürzester Zeit zu befallen. Regelmäßiges Rasenmähen mit sofortiger Entsorgung des Abfalls kann das Risiko dezimieren. Es empfiehlt sich auch, mit Moos bewachsene Rasenflächen zu vertikutieren, damit diese sich besser erholen können.

Ein tatsächlicher Befall kann einfach mit einem weißen Blatt Papier nachgeprüft werden. Wenn das Blatt an einem warmen Sommertag auf die Rasenfläche gelegt wird, so werden die Larven vom reflektierenden Weiß angezogen. Der Befall kann durch die Bekämpfung mit einem Grasmilben-Konzentrat minimiert, jedoch innerhalb der Saison nicht komplett ausgerottet werden. Um einen neuen Befall zu verhindern, schwören einige Gärtner auf eine Kalkstickstoffdüngung, welche Anfang März durchgeführt wird.

Die Grasmilben zählen zu den widerstandsfähigsten Parasiten, die es gibt. Ihr Biss hat unangenehme Folgen, ist allerdings nicht lebensbedrohlich. Wer nicht darauf verzichten möchte, Barfuß durchs Gras zu laufen, kann die Beine mit einem Insektenschutzmittel einreiben, da der Geruch auch die Grasmilben fern hält.