Kennen Sie das? Sie treten über eine Türschwelle und sind sofort eingenommen von der behaglichen Atmosphäre im Raum? Dabei kennen Sie keinen der Anwesenden? Vielleicht haben Sie einen Raum mit Parkettboden betreten. Parkett kann jedem Raum das gewisse Extra geben, das einen auf der Stelle in den Bann schlägt.

Historisch gesehen ist Massivparkett eine exklusive Angelegenheit. Der hölzerne Bodenbelag schmückte zum Beispiel bis zur Industrialisierung im 19. Jahrhundert vorwiegend Wohn- und Schlafräume einer kleinen wohlhabenden Oberschicht. Heute ist Parkett in Innenarchitektur und Wohnraumgestaltung nicht mehr wegzudenken. Mit dem passenden Parkettboden lässt sich jeder Raum aufwerten und eine stilvolle Wohnatmosphäre schaffen. Parkettböden sind zudem feuchtigkeitsregulierend und in der Regel für eine Fußbodenheizung geeignet. An kalten Tagen wird es dann in den eigenen Räumen besonders wohnlich und gemütlich!

Parkett – ein Naturprodukt für Ihre Räume

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Massivholzböden wie Parkett tragen zur Wohnästhetik bei(c) iStock.com / hepatus

Massivholzböden können aber nicht nur wohnästhetisch punkten. Für Allergikerinnen und Allergiker ist Massivparkett eine Alternative zu weniger geeigneten Fußböden und auch ökologisch hat ein Holzfußboden viel zu bieten. Parkett ist ein reines Naturprodukt und äußerst langlebig. Kleinflächige Abnutzungserscheinungen und oberflächige Beschädigungen können Sie lokal mit Schleifpapier entfernen. Bei Schäden, die über die Jahre entstanden sind, lässt sich das Parkett abschleifen, wenn nötig, auch öfters in einem Zeitraum von mehreren Jahren.

Ökologisch interessant ist auch, dass viele im Fachhandel angebotenen Parkettböden aus Forstbetrieben stammen, die FSC- oder PEFC-zertifiziert sind. Mit dem Siegel der internationalen Non-Profit-Organisation Forest Stewardship Council (FSC) werden Walderzeugnisse gekennzeichnet, die nach den Richtlinien nachhaltiger Forstwirtschaft produziert werden und andere Kriterien wie zum Beispiel die Wahrung der Rechte indigener Völker erfüllen.

Die Zertifizierung durch das Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes (PEFC) ist im Vergleich zum FSC weniger streng, aber immer noch eine gute Rückversicherung, dass Ihr Parkettboden aus nachhaltiger Sicht für ökologisches Bauen vertretbar ist. Fragen Sie am besten Ihren Händler nach der Quelle Ihres Wunschparketts. In vielen Fällen wird er Ihnen eine Zertifizierung bestätigen oder Ihnen ein Parkett aus einem Forstbetrieb empfehlen können, der als ökologisch nachhaltig ausgewiesen ist.

Einschichtparkett und Mehrschichtparkett

Massivparkett ist ein sogenanntes „Einschichtparkett“. Das kostengünstigere Fertigparkett oder der besonders bei Renovierungen geschätzte Furnierboden haben in der Regel drei Schichten: eine Deckschicht aus Vollholz oder Furnier, eine Mittellage aus Massivholzstäbchen oder einer HDF-Platte und eine Rückseite aus Furnier. Massivparkett ist hingegen aus einem Stück. Mit einer Stärke von 20 bis 55 Millimetern bringen die Dielen viel Natur auf den Boden.

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Parkett kann aus verschiedenen einheimischen Holzarten bestehen (c) iStock.com / Knaupe

    Einheimische Holzarten, die sehr gerne für Parkett verwendet werden, sind zum Beispiel:

  • Eiche
  • Esche
  • Buche
  • Kirsche
  • Lärche

Die Holzarten unterscheiden sich nicht nur in Farbe, Anmutung, Härtegrad, sondern auch in ihrer Eignung für Holzveredelungstechniken. Eiche ist zum Beispiel eine Holzart, die sich besonders gut veredeln lässt und im Handel in Anmutungen von rustikal bis edel angeboten wird. Nehmen Sie sich für die Auswahl Ihres Parketts auf jeden Fall Zeit und lassen Sie sich in einem Einrichtungshaus kompetent beraten. In Möbelhäusern wie Knutzen Wohnen stehen Fachberater unterstützend zur Seite und helfen Ihnen dabei, welche Holzarten besonders gut zu Ihrem Wohnstil passen und legen Ihnen auch unterschiedliche Hölzer zum Vergleich vor.

Landhausdiele und Schiffsboden

Landhausdielen, Fischgrät-Muster, Schiffsboden, Verband – die Auswahl an unterschiedlichen Verlegearten lässt viel Spielraum für die individuelle Wohnraumgestaltung. Welches Holzbodendesign Ihren Wohnstil unterstützt, hängt neben dem individuellen Geschmack auch von der Größe und der gewünschten Raumatmosphäre ab. Eine Halle lässt sich zum Beispiel sehr schön mit Landhausdielen aufwerten, während einem kleinen Raum eher mit schmaleren und weniger charakterstarken Dielen gedient ist. Hier hilft eine Fachberatung weiter.

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Traditionell wird das Parkett auf einer hölzernen Unterkonstruktion verlegt (c) iStock.com / drxy

Wie nun aber das Parkett verlegen? Traditionell wird Massivparkett auf eine hölzerne Unterkonstruktion genagelt. Es kann auch aber auch verklebt oder „schwimmend“ verlegt werden. Bei der schwimmenden Verlegung werden die einzelnen Dielen zusammengesteckt, Parkett und Trägerboden bleiben unverbunden. Diese Verlegeform ist die einfachste Variante und bietet sich auch für Heimwerkerinnen und Heimwerker an.

Fachkundige Hilfe

Mit handwerklichem Geschick und etwas Übung lässt sich Massivparkett auch in Eigenregie verlegen. Einiges spricht allerdings dafür, Fachleute mit dem Verlegen zu beauftragen. Nur so können Sie sicher sein, dass Ihr Parkett fachlich und ästhetisch optimal verlegt ist und Ihnen viele Jahre Freude bereitet. Sie können sich auch gleich eine Trittschalldämmung mitverlegen lassen. Ökologische Fragen rundum Parkettboden, Versiegelung und Pflege werden Ihnen die Fachleute ebenfalls beantworten können. Es lohnt sich, sich in Einrichtungshäusern umfassend beraten zu lassen und den hauseigenen Verlegeservice in Anspruch zu nehmen, denn Sie sind in den nächsten 20 oder 30 Jahren mit Ihrem Parkett in einem Raum!