Die Kräuterpflanze Thymus vulgaris (Thymian) ist auch unter den Namen Thymiankraut, Feldkümmel oder Immenkraut bekannt und gehört zu den beliebtesten Gartenpflanzen Europas. Man findet die Gewürz- und Heilpflanze hauptsächlich im Mittelmeerraum, dort ist sie besonders weit verbreitet und ziert ganze Hügelketten. Die Blütezeit ist von Mai bis Oktober. In der Volksheilkunde heißt es, Thymian ähnle in seiner Wirkung einem Antibiotikum. Der Einsatz von Thymus vulgaris als Heilmittel bei Bronchitis, festsitzendem Husten und Keuchhusten ist heute noch üblich.

Das Heilkraut Thymus vulgaris

Heilpflanzen wie z.B. Thymian sind gute Alternativen zu chemischen Arzneimitteln (c) Annamartha  / pixelio.de

Heilpflanzen wie z.B. Thymian sind gute Alternativen zu chemischen Arzneimitteln (c) Annamartha / pixelio.de

Die Anwendung von Thymian kann sowohl innerlich als auch äußerlich stattfinden. Die innere Anwendung ist zur Bekämpfung von Symptomen der Bronchitis. Auch bei Blasenentzündungen, Verdauungsstörungen sowie Appetitlosigkeit findet das Thymiankraut in der Naturheilkunde seine Anwendung. Äußerliche Anwendung findet das Thymiankraut in Heilbädern zur unterstützenden Behandlung von chronischen und akuten Erkrankungen der Luftwege als ätherisches Öl und zur Behandlung von Hautkrankheiten sowie bei rheumatischen Erkrankungen. Auch bei Kinderkrankheiten wird Thymian sehr gerne eingesetzt, als Sirup oder als Tropfen wird dieses dann verabreicht.

Die Wirkung von Thymus vulgaris:

  • harntreibend
  • krampflösend
  • desinfizierend
  • Auswurf fördernd

Einnahme & Anwendungen

Thymus vulgaris liegt als:

  • Öl
  • Tee
  • Salbe
  • Tinktur
  • Badezusatz
  • Flüssigextrakt
  • und Trockenextrakt vor.

Achtung: Thymianöl sollte vor der Anwendung verdünnt werden. In konzentrierter Form kann es die Schleimhäute reizen. Bevor die Behandlung mit Thymianöl stattfindet, sollte ein Arzt oder Apotheker konsultiert werden.

Risiken & Nebenwirkungen

Bei der Behandlung mit Thymiankraut kann es zu allergischen Hautreaktionen kommen. Bäder mit einem Thymus vulgaris Zusatz sollten nicht bei Säuglingen, Kleinkindern, in der Schwangerschaft, bei Fieber und bei Hautverletzungen angewendet werden. Die darin enthaltenen ätherischen Öle können der Haut schaden und das Krankheitsbild verschlechtern. Bei einer über längere Zeit andauernden Behandlung mit Thymian, kann es zu einer Überfunktion der Schilddrüse kommen. Von lang andauernden Behandlung ist abzuraten.

Weitere Informationen über die Heilwirkung von Thymian finden Sie hier.

Thymus vulgaris im Garten: Pflegetipps

Thymian Pflegetipps

Die Pflege von Thymian gestaltet sich relativ simpel (c) M. Großmann / pixelio.de

Die ausdauernde, mehrjährige Pflanze – Thymian – braucht durchläsigen Boden (als Vorbereitung auf das Pflanzen sollte der Boden mit Sand oder Kies „verfeinert“ werden) und einen sonnigen Standort. Zur kalten Jahreszeit empfiehlt sich der Einsatz eines Winterschutzes, da Thymus vulgaris, trotz neu gezüchteter Sorten, nicht zu den winterharten Pflanzen zählt.

Thymus vulgaris zählt zu den Pflegeleichten Pflanzen und braucht, da das Heilkraut trockenen und mäßig nährstoffreichen Boden bevorzugt, nur wenig Wasser und Dünger. In der Regel reicht eine Gabe reifen Gartenkomposts im Frühjahr. Das Gießen erfolgt während starker Dürreperioden.

Im Frühjahr sollten die Zweige des Thymians leicht zurück geschnitten werden, um einen reichen Neuaustrieb auszulösen. Damit die Kräuterpflanze auch noch nach Jahren ertragreich bleibt, sollten die Pflanzen alle 2 bis 3 Jahre zur Verjüngung geteilt werden.

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