Kaminholz für den Kaminofen selbst schlagen

Jetzt ist wieder die Jahreszeit gekommen, um es sich am Kaminfeuer gemütlich zu machen. Damit dies nicht ein teures Vergnügen wird, schlagen immer mehr Kaminbesitzer ihr Feuerholz selbst.

Doch, was ist dabei zu beachten?

Vorbereitung: Wo und wie?

Die wichtigste Frage lautet als erstes: Wo kann und darf man eigentlich Brennholz schlagen?
In einzelnen Bundesländern muß man eine Motorsägenschulung vorweisen, um überhaupt Holz schlagen zu dürfen! Informationen dazu gibt es beim örtlichen Forstamt.

Sicherheit zuerst

Unverzichtbar ist die Sicherheitsbekleidung: Schutzhelm, Handschuhe und Gehörschutz sollten als Mindestausstattung in der Ausrüstung sein. Im Fachhandel erhält man zusätzlich auch spezielle Sicherheitshosen und -Schuhe. Auch ein Erste-Hilfe-Kasten sollte nicht fehlen.
Holzschlagen ist Teamarbeit, und sollte aus Sicherheitsgründen niemals alleine durchgeführt werden! Um im Notfall schnell Hilfe herbeizurufen, sollte man außerdem immer ein Handy dabei haben!

Kaminholz

Kaminholz einfach selbst machen (c) kamin-blog.de / pixelio.de

An die Arbeit

Das Brennholz kann nun mit Werkzeugen wie Axt oder Motorsäge geschlagen werden. Diese Arbeit sollte generell nur von geschulten und erfahrenen Personen ausgeführt werden, die sich mit den Schnitt-Techniken auskennen! Den geschlagenen Baum kann man nun in die gewünschten Einzelstücke zerteilen. Um diese in die gewünschte Kamingröße zu bringen gibt es mehrere Möglichkeiten:
Entweder benutzt man die traditionelle Axt, oder lässt sich die Arbeit von einem Hydraulik-Holzspalter abnehmen. Mit Hilfe eines Holzspalters geht die Arbeit nicht nur leichter und schneller von der Hand, sondern man erhält auch gleichmäßig große Holzstücke. Diese Geräte gibt es fast überall im Fachhandel oder aber auch online zu kaufen. Vor dem Gebrauch sollte auch hier unbedingt eine Einweisung durch das Fachpersonal erfolgen!

Abtransport und Lagerung

Für den Abtransport des Brennholzes sollte ein geeignetes Transportmittel, wie z.B. ein Anhänger, vorhanden sein. Die Ladung, vor allem überstehende Teile, muß unbedingt gesichert werden!
Das aufgeschichtete Brennholz sollte trocken gelagert werden, z.B. in der Garage. Sollte das Holz außen gelagert werden, muß hier mit Planen abgedeckt werden. Als Faustregel gilt: Frisches Waldholz benötigt 2 Jahre zum Austrocknen! Es ist also ratsam, sich frühzeitig einen Holzvorrat anzulegen.