Aus dem Sprossenglas sind sie eine leckere selbst gezogene Küchenzutat – aber hätten Sie gedacht, dass Sie sogar im eigenen Nutzgarten Kichererbsen selber anpflanzen können? Anstelle der Sprossen aus dem Einmachglas oder alternativen Keimgerät lassen sich so echte Pflanzen ziehen, deren Schoten anschließend essbar sind. Lesen Sie hier alles Wichtige rund um die Anzucht, die Keimzeit und die Ernte der leckeren Hülsenfrüchte!

Kichererbsen selber anpflanzen: In zwei Schritten zur eigenen Ernte

Es lohnt sich, immer einen Vorrat an Kichererbsen zu haben, denn die Hülsenfrüchte sind nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund. In Beilagen und Suppen machen sich die runden Kraftpakete ebenso gut wie als Tierzubehör, zum Beispiel im winterlichen Garten – denn tatsächlich lässt sich mit Kichererbsen und weiteren Zutaten wie Mungobohnen, Getreide und Gemüse ein leckeres und nahrhaftes Vogelfutter herstellen. Planung ist alles, und schon in der kalten Jahreszeit können Sie Ihre eigene Kichererbsenplantage vorbereiten – nämlich mit der Anzucht.

Schritt 1: Die Anzucht

Noch vor der Aussaat im Freien empfiehlt es sich, die Kichererbsenpflanzen in den geschützten Wohnräumen vorzuziehen, denn die Hülsenfrüchte haben eine recht lange Kulturzeit – es lohnt sich also, den Keimlingen am Anfang diese kleine Sonderbehandlung zu schenken. Ideal ist ein sonniges Plätzchen, auf denen sich die einzelnen Töpfe gut anordnen lassen und nicht im Weg stehen. Als perfekter Pflanzzeitpunkt gilt etwa ein Monat vor dem letzten Frost des Frühjahres.

Schritt 2: Die Aussaat

Für die selbst angepflanzten Kichererbsen geben Sie die Samen einfach mit einer Saattiefe von etwa zwei Zentimetern in die Erde und gießen einmal gründlich an. Von nun an sollten Sie das Substrat immer feucht halten. Innerhalb von rund 14 Tagen sind meist die ersten Keimlinge knapp über der Erde sichtbar. Sobald der Garten frostfrei ist, können Sie die Pflanzen dann draußen in die Erde setzen – nämlich dann, wenn sie mindestens 10 Zentimeter hoch sind. Wichtig ist auch hier ein sonniger Standort und die passenden Bodenbedingungen: Die Erde sollte kalkreich und durchlässig sein, auch etwas Kompost darf gerne untergemischt werden. Pflanzen Sie die Setzlinge mit einem Abstand von wenigstens 12 Zentimetern und einem Reihenabstand von mindestens 50 Zentimetern in den Boden.

Selbst angepflanzte Kichererbsen: Tipps für die Pflege

Nach dem Anpflanzen sollten Sie die Kichererbsen so regelmäßig gießen, dass das Substrat immer leicht feucht ist und nie vollständig austrocknet. Bewässern Sie dabei allerdings ausschließlich die Wurzeln und sparen Sie die Blätter möglichst vollständig aus – denn auf diese Weise lassen sich Krankheiten wie Mehltau häufig verhindern. Weitere Maßnahmen sind bis zur Ernte nicht erforderlich, die Pflanzen sind durchaus robust und pflegeleicht.

Die eigenen Kichererbsen ernten und trocknen

Etwa drei Monate Wachstum benötigen die selbst angepflanzten Kichererbsen, bis sie geerntet werden können. Sie möchten die Kichererbsen aus dem eigenen Anbau direkt verwenden? Dann können Sie die grünen Schoten einfach direkt von der Pflanze abknipsen und weiterverarbeiten. Haltbar dagegen sind Kichererbsen dann, wenn sie getrocknet sind. Dafür entfernen Sie einfach die gesamte Pflanze aus dem Boden, sobald sie verwelkt ist. Die Schoten lagern Sie anschließend, bis sie sich öffnen und die getrockneten Samen freigeben. Wichtig, um Schimmel vorzubeugen: Das Trocknen sollte an einem möglichst gut belüfteten und eher trockenen Ort geschehen.