Kräuterspirale anlegen Garten

Kräuterspirale anlegen für tolles Aroma
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Statt ins Gewürzregal zu greifen, einfach frische Kräuter aus dem Garten holen: Eine Kräuterspirale anzulegen, ist gar nicht schwer und auch bei wenig Platz möglich. Noch dazu sieht die Spirale aus Stein, Kies, Schotter und verschiedenen Pflanzen auch noch toll aus! Entscheidend ist die Wahl des Standorts: Die meisten Kräuter lieben die pralle Sonne! Wir erklären, wie Sie Schritt für Schritt eine Kräuterspirale anlegen können.

Schritt 1: Platz finden und Fläche abstecken

Zunächst einmal gilt es, einen geeigneten Platz zu finden. Wenn Sie eine Kräuterspirale anlegen wollen, sollten Sie einen sonnigen Standort wählen. Im Idealfall ist er auch nicht weit vom Haus entfernt, denn am besten schmecken Kräuter natürlich, wenn Sie frisch aus dem Garten kommen. Der Durchmesser sollte mindestens drei Meter betragen. Die Kräuterspirale windet sich von oben nach unten. Es wird daher ein Hügel mit einer Höhe von etwa 80 Zentimetern aufgeschüttet. Auch die Zwischenräume sollten etwa 80 Zentimeter breit sein. Stecken Sie den Grundriss mit Pflöcken und einer Schnur ab. Denken Sie daran, dass Sie die Kräuterspirale in Form einer Schnecke anlegen werden. Die Spirale sollte sich in Richtung Süden öffnen. Tipp: Legen Sie an ihrem Ende eine kleine Wasserstelle an (mehr dazu in Schritt 4).

Schritt 2: Das Fundament legen und die Trockenmauer errichten  

Heben Sie den Boden innerhalb der abgesteckten Fläche spatentief aus und füllen Sie sie etwa zehn Zentimeter hoch mit Schotter. Wenn Sie eine Kräuterspirale mit einer solchen Fundamentschicht anlegen, vermeiden Sie die Gefahr von Staunässe, die viele Kräuter gar nicht vertragen. Legen Sie nun Steine in Form einer Spirale um die Windungen und schichten Sie sie reihenweise jeweils mit versetzten Fugen auf, ähnlich wie beim Anlegen eines Steingartens.

Schritt 3: Die Windungen befüllen

Unterschiedliche Kräuter mögen unterschiedliche Böden. Daher sollten Sie eine Kräuterspirale mit verschiedenen Erden anlegen. Die erste Schicht besteht aus Schotter. Sie sollte im Bereich des höchsten Punktes der Spirale etwa 50 Zentimeter hoch sein und dann zur Wasserstelle hin abfallen. Füllen Sie anschließend die obere Hälfte der Kräuterschnecke mit einer Mischung aus Sand, Kies und etwas Gartenerde auf. Die nächste Windung mit lehmhaltigen Gartenboden befüllen und nach unten hin zunehmend Kompost hinzugeben.

  • An der Spitze ist Platz für die Sonnenanbeter und mediterranen Kräuter: Lavendel, Salbei, Thymian, Majoran, Currykraut, Rosmarin oder Bergbohnenkraut. Diese Pflanzen mögen einen trockenen und nährstoffarmen Boden. Das Wasser läuft im oberen Bereich besonders schnell ab.
  • Etwas weiter unten im ebenfalls sandigen Boden fühlen sich klassische heimische Küchenkräuter wie Schnittlauch, Petersilie, Zitronenmelisse oder Rauke wohl.
  • Die untere, kühle und feuchte Zone bietet ideale Bedingungen für dicht wachsende Kräuter mit kräftigen Aromen wie Minze, Brunnenkresse oder Dill.

Schritt 4: Teich anlegen

Noch bessere Bedingungen zum Wachsen und Gedeihen der Pflanzen erreichen Sie, wenn Sie am Fuße der Kräuterspirale einen kleinen Gartenteich anlegen. Heben Sie dazu ein Loch aus, das mindestens 40 Zentimeter tief ist, und legen Sie es mit Teichfolie aus. Alternativ können Sie auch eine wasserdichte Wanne einsetzen. Wenn Sie die Kräuterspirale fertig angelegt haben, müssen Sie nur noch den nächsten Regenschauer abwarten und die Erdschichten eventuell nachfüllen. Dann kann die Kräutersaison beginnen!