Zum Landleben gehört natürlich auch gutes Essen ! Zu verarbeiten was Garten und Natur hergeben, ist etwas ganz besonderes. Farbe und Geschmack von Kuchen, mit eigenen Eiern von namentlich bekannten Hühnern, läßt einen ins Schwärmen geraten und einem buchstäblich das Wasser im Munde zusammenlaufen! Das Frühstücksbrötchen mit eigener Marmelade aus frischen, gesunden Früchten zubereitet, oder allerei Rezepte mit Sauerkraut aus eigener Herstellung - das sind nur einige Beispiele die das Landleben auszeichnen. Gemütliches Zusammensitzen nach getaner Arbeit mit einer rustikalen Brotzeit - fast wie anno dazumal!.



Pfannkuchen und Salat von Wilhelm Busch

Von Fruchtomletts, da mag berichten, ein Dichter aus den höhern Schichten. Wir aber, ohne Neid nach oben, mit bürgerlicher Zunge loben, uns Pfannekuchen und Salat. Wie unsre Liese delikat, so etwas backt und zubereitet, sei hier in Worten angedeutet. Drei Eier, frisch und ohne Fehl und Milch und einen Löffel Mehl, die quirlt sie fleißig durcheinand, zu einem innigen Verband. Sodann, wenn Tränen auch ein Übel, zerstückelt sie und mengt die Zwiebel, mit Öl und Salz zu einer Brühe, daß der Salat sie an sich ziehe. Um diesen ferner herzustellen, hat sie Kartoffeln abzupellen. Da heißt es, fix die Finger brauchen, den Mund zu spitzen und zu hauchen, denn heiß geschnitten nur allein, kann der Salat geschmeidig sein. Hierauf so geht es wieder heiter, mit unserm Pfannekuchen weiter. Nachdem das Feuer leicht geschürt, die Pfanne sorgsam auspoliert, der Würfelspeck hineingeschüttelt, so daß es lustig brät und brittelt, pisch, kommt darüber mit Gezisch, das ersterwähnte Kunstgemisch. Nun zeigt besonders und apart, sich Lieschens Geistesgegenwart, denn nur zu bald, wie allbekannt, ist solch ein Kuchen angebrannt. Sie prickelt ihn, sie stockert ihn, sie rüttelt, schüttelt, lockert ihn und lüftet ihn, bis augenscheinlich, die Unterseite eben bräunlich, die, umgekehrt, geschickt und prompt, jetzt ihrerseits nach oben kommt. Geduld, es währt nur noch ein bissel, dann liegt der Kuchen auf der Schüssel. Doch späterhin die Einverleibung, wie die zu Mund und Herzen spricht, das spottet jeglicher Beschreibung und darum endet das Gedicht.