Ihr Grundstück könnte ein neues pflanzliches Highlight vertragen? Wie wäre es mit dem pflegeleichten Pampasgras? Das Gewächs erreicht eine stattliche Höhe und eignet sich deshalb hervorragend als natürlicher Sichtschutz. In der warmen Jahreszeit wartet die Pflanze außerdem mit herrlichen Blütenrispen auf. Hier alles Wichtige zur Pflege des Ziergrases.

Pampasgras: Pflanze mit dekorativen Blütenrispen

Pampasgras erreicht Höhen von bis zu drei Metern. Es wächst dabei in sogenannten Horsten: Die Triebe bilden sich dabei eng nebeneinander und wachsen aufrecht in die Höhe. Deshalb ist das Gewächs ideal für den etwas größeren Garten, doch auch auf Terrassen wird die Pflanze zum echten Hingucker – auch wegen der wunderschönen Blüten, die entweder gelblich, beige oder auch roséfarben sind. Die Pracht dieser Rispen lässt sich zwischen Juli und Oktober bewundern.

Achtung: Die Halme der Pflanze sind durchaus scharf. Für Haushalte mit kleinen Kindern beziehungsweise Haustieren ist das Ziergras deshalb weniger gut geeignet. Tragen Sie zur Sicherheit bei der Pflege des Pampasgrases Gartenhandschuhe.

Gelegentlich wird Pampasgras übrigens mit Chinaschilf, auch bekannt unter dem Namen Elefantengras, verwechselt. Beide Pflanzen lassen sich sehr gut miteinander kombinieren, indem sie direkt nebeneinander gepflanzt werden.

Pampasgras: Perfekter Standort, passendes Substrat

Der richtige Zeitpunkt, um Pampasgras einzupflanzen, ist im späten Frühjahr, nach den Eisheiligen. Dann ist die Erde bereits warm genug, damit das Anwachsen gelingen kann. Gleichzeitig kann die Pflanze bis zum nächsten Winter noch genug wachsen, um gegen den Frost gewappnet zu sein.

Suchen Sie Ihrem Ziergras am besten einen geschützten Standort im Garten. So können die Blüten und Halme der Pflanze bei starkem Wind nicht einknicken. Idealerweise ist der Standort sonnig, doch auch ein Plätzchen im Halbschatten ist in Ordnung. Achtung: Am besten setzen Sie die Gräser nicht in unmittelbarer Nähe zu anderen Gewächsen in die Erde, denn die Pflanzen breiten sich zügig aus. Das Substrat sollte locker, nährstoffreich, durchlässig und eher trocken sein, auch ein Sand- oder Steinanteil ist denkbar. Der Boden ist eher feucht? Dann sollten Sie ihn vor dem Einpflanzen mit etwas Sand mischen. Ist der Boden eher nährstoffarm, sollten Sie direkt beim Einpflanzen etwas Kompost unter das Substrat mischen.

Leicht gemacht: Das Ziergras einpflanzen

Das Pampasgras lässt sich mit wenigen Handgriffen einpflanzen, aufwendige Konstruktionen wie eine Wurzelsperre sind nicht erforderlich. Mit einem Spaten heben Sie einfach ein großzügiges Pflanzloch aus. Setzen Sie dann den Wurzelballen ein und füllen Sie mit Erde auf. Jetzt gießen Sie das Substrat gründlich – fertig! Alternativ können Sie das Gewächs auch in einen Kübel setzen. Es wird dann nicht ganz so stark wachsen.

Pampasgras-Pflege: So gedeiht das Gewächs

Wichtig bei der Pampasgras-Pflege ist vor allem das Gießen. Bewässern Sie die Pflanze regelmäßig. Übermäßige Feuchtigkeit oder sogar Staunässe sollten Sie dabei allerdings unbedingt vermeiden. Gerade bei eher nährstoffarmem Boden empfiehlt sich außerdem regelmäßiges Düngen: In der Wachstumsphase sollten Sie alle zwei bis drei Wochen einen organischen Dünger geben. Auch ein jährlicher Rückschnitt empfiehlt sich. Ein guter Zeitpunkt ist dafür das Frühjahr, wenn sich die ersten Triebe zeigen. Schützen Sie Ihre Hände mit schnittfesten Gartenhandschuhen und schneiden Sie alle alten Halme der Pflanze auf etwa 20 bis 30 Zentimeter zurück.

So gelingt die Überwinterung des Ziergrases

Die gute Nachricht vorweg: Pampasgras ist grundsätzlich winterhart, Temperaturen bis -15 Grad sind normalerweise kein Problem. Trotzdem gibt es einige Dinge, die Sie beachten sollten, damit die Pflanze gut durch die kalte Jahreszeit kommt. Als Schutz gegen die Kälte sollten die Blütenrispen und Halme zusammengebunden werden. Der richtige Zeitpunkt dafür ist gekommen, wenn die Wedel welk werden. Zum Zusammenbinden eignet sich Bast oder ein weiches Band sehr gut. Auf diese Weise schützen Sie das Innere der Pflanze vor Feuchtigkeit. Die Maßnahme hat noch einen schönen Nebeneffekt: Sie schaffen dadurch eine Art Höhle, die verschiedene kleine Tiere gerne als Winterquartier annehmen. Zusätzlich sollten Sie auch den Wurzelbereich vor Frost schützen: Verteilen Sie einfach eine dicke Schicht Laub, Reisig oder Stroh über der Erde.