Lupos Bauerngarten     

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Bärlauch

 

Alte und fast vergessene Pflanzen -Teil 2
( Knoblauch, Erdbeerspinat, Gartenmelde )

Wichtige Adressen und Bezugsquellen zum Thema

"Alte Kulturpflanzen" am Ende dieser Seite.

Stilmus

 

  

Knoblauch ( Allium sativum )

 

Der Knoblauch, im Volksmund, Knofel, Stinkerwurzel oder Knuflock genannt, gehört zu der Familie der Liliengewächse und ist eng mit der Zwiebel verwandt. Er setzt sich aus einer Hauptzwiebel und mehreren Nebenzwiebeln (Knoblauchzehen) zusammen. Bereits vor Jahrtausenden nahm man ihn in Kultur. Auch der Knoblauch war wegen seines großen Wertes als Heil -und Küchenpflanze sehr geschätzt. Der Knoblauch enthält ätherische Öle, Allicin und Jod. Er wirkt appetitanregend, antiseptisch, krampflösend und blutdrucksenkend. Knoblauch gilt als Vorbeugungsmittel gegen Arterienverkalkung. Im Garten hemmt er, durch seine  antibakteriellen Wirkstoffe, die Ausbreitung von Infektionen und schützt die Pflanzen vor Pilzerkrankungen. Es ist daher ratsam, den Knoblauch zwischen andere Gemüse zu setzten und auf alle Gartenbeete zu verteilen. Wegen seines starken Geruches, wird er sogar von Wühlmäusen gemieden.

Der Knoblauch braucht einen sonnigen Standort.  Er gedeiht am besten in einem lockeren, nicht zu feuchten Boden. Eine leichte Kompostgabe vertägt er gut. Den Knoblauch gibt es nur als Steckzwiebel. Die Knoblauchzehen werden aus der Zwiebel herausgebrochen und mit dem spitzen Ende nach oben, in die Erde gesteckt. Die Tiefe sollte ungefähr 5 cm betragen, der Abstand zu anderen Pflanzen ca. 15 cm. In wärmeren Gegenden können die Knoblauchzehen schon im Herbst (Oktober/November) gesteckt werden. In rauheren Gegenden geschieht dies erst im März/April. Wenn das Grün im Sommer abstirbt und richtig trocken geworden ist, werden die Zwiebeln an einem sonnigen Tag geerntet. Zu Zöpfen geflochten hängt man den Knoblauch an einen überdachten Platz noch 1-2 Wochen zum trocknen auf.

 


Aioli
Zutaten:
4 - 5 Knoblauchzehen 

1 Eigelb
1 Teel. Senf
1 Eßl. Essig
Salz, Pfeffer
etwas Zucker
125 ml Speiseöl
Zitronensaft

Zubereitung:
Knoblauchzehen abziehen und sehr fein zerkleinern, mit dem Eigelb, Senf, Essig, Salz und Zucker, zu einer dicklichen Masse schlagen. Nach und nach das Öl und den Knoblauch zugeben, mit Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.


 

 Erdbeerspinat (Chenopodium foliosum)


   


Den Namen hat diese alte Kulturpflanze nach ihren essbaren, den  Monatserdbeeren ähnlichen Früchten die in den Blattachseln sitzen. Sie schmecken leicht süßlich, sonst aber etwas fade.  Der Erdbeerspinat gehört zur Familie der Gänsefußgewächse. Es gibt zwei Arten: den Kopfblütigen (stammt aus Amerika) und den Echten (durchblätterten)  Erdbeerspinat, der im Süden Europas beheimatet ist.  Die Früchte, die auch den Samen enthalten, und die Blätter sind essbar. 


 

Der Erdbeerspinat mag es sonnig bis halbschattig. Ausgesät wird von  März bis August ins Freiland mit einem Reihenabstand von 25 bis 30 cm. Nach drei bis vier Monaten kann mit der Ernte begonnen werden. Die jungen Blätter der Pflanzen werden wie Spinat verwendet,  sie eignen sich auch zum Einfrieren. Regelmäßiges Wässern hält Blätter und Sprossen besonders zart. Nach der Blüte erscheinen an den Trieben  die kleinen roten, erdbeerähnliche Früchte, deren Geschmack aber nur entfernt an Erdbeeren  erinnert.


 
 


Erdbeerspinatreis 
( für 4 Personen) 

 Zutaten:
1 kg frischer Erdbeerspinat, 
1 Bund Frühlingszwiebeln
5 EL Sonnenblumenöl
1 Zwiebel
140 g  Vollkornreis
Salz, Pfeffer, etwas Muskat 
2 TL Gemüsebrühe
1 Zitrone 
 


Zubereitung:

Zwiebel in Öl glasig dünsten, Reis hinzufügen und mit einem halben Liter Wasser aufgießen, Gemüsebrühe hinzugeben, auf niedriger Stufe etwa 40 min. köcheln lassen, eventuell mehr Wasser hinzugeben. Den Erdbeerspinat gründlich waschen, Stiele entfernen, Lauchzwiebeln säubern und in kleine Ringe schneiden, diese in Öl andünsten, den Spinat und etwas Wasser hinzufügen mit Pfeffer, Muskat und Salz würzen,  ca. 10- 15 Minuten dünsten. Mit dem Reis und geviertelter Zitrone  servieren, je nach Geschmack Zitronensaft über das Gericht träufeln. 


 
Gartenmelde (Atriplex hortensis)   

 

Grüne Melde

Die Gartenmelde (Atriplex hortensis) ist einjährig und wird bis zu 2 m hoch. Als Gemüsepflanze ist die Melde heute sehr selten, sie wurde vom Spinat verdrängt. Sie wächst auf allen Standorten von sonnig bis halbschattig. Aussaat in Reihen ab März, im Abstand 40 bis 60 cm. Folgesaaten bis Ende Juni sind möglich, so kann man den ganzen Sommer über ernten. Ihre Blätter sind groß und werden bis zur Blüte geerntet. Blütezeit ist von Juli bis September. Aber auch nach der Blüte ist das Blatt noch durchaus verwendbar und schmeckt ganz zart. Die Gartenmelde hat einen beachtlichen Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen. Aus den Blättern und Trieben wird ein spinatähnliches Gemüse gekocht. Dazu werden die Blätter der Gartenmelde gut gewaschen, danach eignen sie sich für frische Blattsalate oder als gebratenes Blattgemüse. Nach den Blüten bilden sich viele Samen, die man dann für das nächste Jahr ernten kann. Von der Gartenmelde gibt es rotblättrige, gelbblättrige und grünblättrige Sorten.

Einen sehr schönen Beitrag und Rezepte für die Gartenmelde gibt es hier beim NABU 
 

 

Gartenmelde - Pie

Zutaten
Für den Teig:
250 g Mehl 
1 Prise Salz 
4 EL Sonnenblumenöl 
1 Ei 
1-2 EL Wasser 
Mehl zum Ausrollen 
Fett für die Form 

Für die Füllung:
1 Zwiebel 
800 g Gartenmelde 
1Becher saure Sahne      
Salz, Pfeffer 
200 g Schafskäse 
 

Zubereitung: 
Aus Mehl, Öl, dem verquirlten Ei und etwas Wasser einen geschmeidigen Teig kneten; in eine Folie wickeln und eine Stunde in den Kühlschrank stellen; die Schalotten pellen und fein würfeln; Gartenmelde waschen, Blätter abzupfen und fein hacken; die Butter schmelzen, die Zwiebelwürfel glasig dünsten; die gehackte Gartenmelde zufügen, nur kurz mitdünsten und mit Salz und Pfeffer würzen; beiseite stellen und abkühlen lassen; den Teig auf bemehlter Arbeitsfläche ausrollen und in die gefettete Form legen. 

Teigboden mehrmals einstechen; Schafskäse zerbröckeln und unter das Gemüse heben; die Mischung auf dem Teigboden verteilen und auf der unteren Schiene im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad 40 Minuten backen. 


 
Hier noch einige wichtige Adressen  und Bezugsquellen zum Thema "Alte Kulturpflanzen": 
Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt (VEN) 
Alte Kartoffelsorten 
 Bio - Saatgut - Online Shop

Dreschflegel-Saatgut

 Myrrhenkerbel-
Sämereien, aus dem eigenen Biogarten, Bauerngarten-Blumen, alte Gemüsearten, alte Kulturpflanzen u.v.m.
Es gibt eine eigene Homepage rund um die 
"Knolle" - Topinambur:
 ( Bestellung von Topinambur-Knollen und vielen Rezepten ) 
Mehr Topinambur-Info's

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