Unterschiedliche Obstsorten werden auf der Streuobstwiese zusammengepflanzt und diese stellen typischerweise alte und robuste Obstsorten dar. Nur ausgesprochen robuste Sorten gehören auf die Streuobstwiese. Dies sind Obstsorten, die wenige pflegeaufwendig, sehr klimafest und gegenüber dem Boden wenig anspruchsvoll sind. Klassischer Weise werden als Hochstamm die Obst-Arten Süßkirsche, Pflaume, Kirsche, Birne und Apfel kombiniert.

Wiese

Streuobstwiese im Sommer (c) Rudolpho Duba / pixelio

Aus unterschiedlichen Sachverhalten kann der Begriff Streuobstwiese hergeleitet werden. Im Prinzip gibt es drei unterschiedliche Bezeichnungen des Ursprungs. Zum einen wird behauptet, dass sich der Begriff daraus ergibt, weil auf einer Wiese Obstbäume wie gestreut verteilt stehen. Die nächste Möglichkeit ist, dass reife Früchte von den Bäumen fallen und unter den Bäumen wie gestreut liegen bleiben. Die dritte Möglichkeit ist, weil Obstbäume in unterschiedlichen Sorten und unterschiedlichen Arten auf einer Wiese willkürlich verteilt zusammenstehen.

In jedem Fall ist diese Wiese für Rehe, Rebhühner, Fasanen, Spinnentiere, Insekten und Vögel sehr wertvoll. Es wird oft behauptet, es handle sich bei der Wiese um das artenreichste und wertvollste Biotop. Besonders wenn es gelingt, dass verschiedene Sorten und Arten kombiniert werden, ist die Wiese sehr wertvoll. Im Idealfall wird versucht, Pflaumensorgen, Kirschen, Birnen und Apfel zu kombinieren. Zwei Hochstämme unterschiedlicher Sorten sollten je Obst-Art ausgewählt werden. Zu beachten ist, dass oftmals ein Befruchter vorhanden sein muss, damit manche Obst-Sorten auch Früchte tragen.

Wer mehr als zehn Obst-Bäume gepflanzt hat, der sollte mengenmäßig den Äpfeln das stärkste Gewicht geben. Im Schwerpunkt sollte bei der Auswahl auf robuste Lagersorgen geachtet werden. Besonders wichtig ist immer, dass robuste Bäume auf die Wiese gepflanzt werden. Diese sollten robust gegen problematische Witterungsverhälntisse, problematische Bodenverhältnisse und gegen Krankheiten sein. Sie sollten wenig anfällig für Kragenfäule, Mehltau, Feuerbrand, Schorf und Baumkrebs sein. Birnenbäume sollten wenig anfällig für Bakterienbrand, Schorf und Birnengitterrost sein. Bei Mirabellen, Zwetschgen, Pflaumen und Süßkirschen heißt es, dass diese wenig anfällig für Scharka, Monilia Spitzendürre und Gummifluss sein sollten. Für alle Obstarten gilt, dass diese gegen eine länger anhaltende Trockenheit, gegen tiefe Wintertemperaturen, gegen Spätfrösten, Wind und vorübergehende Staunässe wenig empfindlich sein sollten.

Die Hochstämme sollten im Verbund von zehn mal zehn Metern gepflanzt werden. Bei einer großen Fläche sind auch zwölf mal zwölf Meter möglich. Die Bäume werden in Reih und Glied gepflanzt. Diese Wiesen sind dann deutlich leichter zu pflegen. Jeder Baum benötigt mindestens einen Pflanzpfahl. Die Pfähle sollte nicht in Öl oder Farbe getaucht sein. Dann werden die Bäume mit einem flexiblen Bindematerial angebunden und nicht mit unflexiblen Strohbändern oder mit Draht. Sehr wichtig ist auch Anti-Knapp-Schutz als Rindenschutz.