Die eigene grüne Oase ist ein aufregendes Projekt für viele Hobby-Gärtner und wenn der Rasen gesät und Blumenbeete angelegt sind, beginnen viele mit der Planung eines eigenen Gartenteiches. Ein genügend großer Bereich wird ausgehoben, mit Teichfolie ausgelegt, anschließend befüllt und ordentlich bepflanzt. Wer dann ein bisschen mehr Leben in das eigene Grün bringen will, kann sich ein paar Teichfische anschaffen und ein eigenes kleines Biotop erschaffen. Dabei sind Teichfische sogar nützlich für den Gartenteich, da sie Stechmückenlarven verspeisen und diese zu Nährstoffen für die Pflanzen verarbeiten.

Exotische Teichfische im Garten

Teichfische dienen nicht nur der Optik ©iStock.com/kopilow

Voraussetzungen für einen Teich voller Fische

Damit die Teichfische in ihrem Garten überleben und sich dort auch wohl fühlen gibt es einiges zu bedenken. Auf keinen Fall sollte man den Einzug der Fische übereilen. Nachdem der Teich angelegt wurde, muss man ihm mindestens 8 bis 12 Wochen Zeit geben, damit die Teichflora akklimatisiert. Das biologische Gleichgewicht muss gegeben sein, bevor Teichfische gekauft werden können. Außerdem sollte langsam befüllt werden, mit anfangs nur kleinen Fischmengen. Ganz besonders von Bedeutung sind Wasserzirkulation und Sauerstoffzufuhr, also eine ausreichend starke Pumpe muss her. Bei der Bepflanzung gilt es zu bedenken, dass die Teichfische genügend Platz, aber auch Schutz bekommen.

Beliebte und typische Teichfische

Egal ob Bitterling, Goldfisch oder exotische Kois – Teichfische sollten sowohl aufeinander als auch auf die Größe und Bepflanzung des Teiches abgestimmt sein. Nicht jeder Fisch passt in jeden Teich.

Teichfische für kleine bis mittelgroße Teiche

Bitterlinge, Elritzen und Moderlischen sind friedliche Teichfische, die sich von pflanzlicher Nahrung oder kleinen Insekten an der Wasseroberfläche ernähren. Goldfische und Schleie sind Allesfresser und vertragen sich gut mit anderen Fischarten. Wer mit dem Gedanken spielt einen Gemeinen Sonnenbarsch im heimischen Teich anzusiedeln, sollte darauf achten, nur ein Exemplar zu besorgen, denn diese fleischfressenden Teichfische vermehren sich schnell und können so den Nachwuchs anderer Tiere komplett vernichten.

Teichfische für große Teiche

Koi als Teichfische

Koi-Karpfen sind soziale Teichfische,
die jede Menge Platz brauchen
©iStock.com/frankoppermann

Es soll unbedingt der exotische Koi sein? Dafür braucht es einen ausreichend großen Teich, da Kois sehr soziale Tiere sind, denen es nach Artgenossen verlangt. Eine artgerechte Haltung ist erst innerhalb von Teichen mit 20.000 l und einer Wassertiefe von 1,5 m gewährleistet. Außerdem ist eine starke Filteranlage unverzichtbar, um das Wasser für diese intensiv wühlenden Teichfische sauber zu halten. Ebenso kompliziert ist die Haltung von Sterlet, der einzigen Stör-Art, die im Teich gehalten werden kann. Sie leben bodennah, wodurch auf scharfkantige Steine, Wurzeln oder dichte Vegetation verzichtet werden sollte. Bemerkenswert ist, dass diese Teischfische im Alter sogar handzahm werden können.

Teichfische ganzjährig im Garten halten

Kaltwasserfische verbringen sogar den Winter im Teich. Eine Wassertiefe von mindestens 1 bis 1,2 m ist unumgänglich, damit sich die Teichfische sich in die wärmeren Tiefen zurückziehen können. Im Herbst sollten die Teichfische stärker gefüttert werden, damit sie Reserven für den Winter anlegen können, aber Vorsicht: auf zu frühes Füttern im Frühjahr verzichten, da das Futter sonst nur zu Boden sinkt, verdirbt und die Wasserqualität beeinflusst. Darüberhinaus empfiehlt sich ein Eisfreihalter, der auch bei gefrorener Wasseroberfläche den Sauerstoffaustausch zwischen Wasser und Luft gewährleistet.