Ausgefallene Buchsbaum Figuren, ein liebevoll arrangierter Gartenteich und exotische Gartenpflanzen. Ob für Fotowettbewerbe oder als Grußkartenmotiv, der Stolz eines jeden Hobbygärtners will auf Bildern festgehalten werden. Doch wie entsteht das perfekte Foto im Garten?

UV-Filter bei starkem Sonnenlicht

Da Standardobjektive nur bestimmte Teile des sichtbaren Lichtes korrigieren, können Fotos, wenn der Anteil des UV-Lichtes während der Aufnahmen zu hoch ist, leicht unscharf werden. Solltest Du Deinen Garten an sonnigen Tagen ablichten wollen, empfehle ich einen UV-Filter.

Der Sensor der Kamera ist nicht nur für das sichtbare Spektrum des Lichtes empfänglich, sondern auch für den unsichtbaren, ultravioletten Anteil. Wenn das Sonnenlicht an den Molekülen der Luft gestreut wird, können Aufnahmen, ohne einen UV-Filter, sogar einen leichten Blaustich bekommen.

Welche Aufgaben muss der UV-Filter erfüllen?

  • Ultraviolettes Licht abblocken
  • Chromatische Aberrationen vermeiden
  • Blauen Farbstich und Bildunschärfen vermeiden
  • Belichtung der blauempfindlichen Schicht unterbinden

Gibt es Nachteile?

UV-Sperrfilter, wie alle optischen Objektivvorsätze, haben den Nachteil, dass sie das Licht, das von der Frontlinse reflektiert wird, wieder in das Objektiv zurückreflektieren. Dadurch kann es zu unschönen Lichtpunkten bei Gegenlichtaufnahmen kommen.

Wann der UV-Filter sinnvoll ist

Objektive mit einer Antireflexbeschichtung, vergütete Objektive, können UV-Strahlung bereits ausreichend sperren. Jedoch verfügt nicht jedes moderne Kameraobjektiv über diese Technik. Kommt ein Farbfilter oder ein Polarisationsfilter zum Einsatz, wird ein UV-Filter überflüssig. Dieser reduziert dann lediglich die Abbildungsleistung des Objektives. Mehr zum Thema hier.

Der Schutz des Objektives vor mechanischen Beschädigungen, insbesondere Kratzern, ist für viele Fotografen der Hauptgrund des Einsatzes eines UV-Filters. Da ein Filter nicht nur einfacher auszuwechseln, sondern auch viel preiswerter ist.

Die Goldene Stunde ausnutzen

Die „Goldene Stunde“ bzw. „Golden Hour“ bezeichnet besondere Lichtverhältnisse, die kurz nach Sonnenaufgang und kurz vor Sonnenuntergang zu erwarten sind. In dieser Zeitspanne ist das Licht von langwelligen, warmen Strahlen durchsetzt. Die Schatten werden länger und weicher. Die Motive erstrahlen in warmen, leicht rötlichen Tönen. Eine Aufnahme des Gartens erhält durch diese einzigartige Stimmung einen ganz besonderen Charme.

Schärfentiefe und Stativ

Soll der komplette Garten aufgenommen werden, wird eine hohe Schärfentiefe, also eine geschlossene Blende, benötigt. Dadurch können Details im Vordergrund und Hintergrund scharf dargestellt werden. Da eine höhere Schärfentiefe weniger Licht gleichzeitig auf den Sensor auftreffen lässt, verlängert sich die Belichtungszeit, die zu verwackelten Aufnahmen führen kann. Um dem vorzubeugen, empfiehlt sich der Einsatz eines Statives.

Nun heißt es, auf geht´s! Viel Spaß beim Knipsen 🙂