Sie sind das Highlight in jedem umfangreichen Garten: Wasserpflanzen im Teich machen das kleine Biotop erst zu dem, was es sein sollte – ein natürlicher Rückzugsort für Mensch und Tier. Doch welche Bepflanzung eignet sich eigentlich? Hier ein kleiner Ratgeber für Hobbygärtner.

Wasserpflanzen im Teich: Deshalb sind sie so wichtig

Ihr Gartenteich ist angelegt, herzlichen Glückwunsch! Der nächste logische Schritt: Die Bepflanzung. Doch warum eigentlich? Natürlich, die meisten Gartenbesitzer sehen vor allem einen Grund: Teichpflanzen sind sehr dekorativ und verleihen der Wasserfläche jede Menge Natürlichkeit – ein echtes Wildparadies eben! Die Gewächse bringen aber noch weitere Vorteile mit sich:

  • Pflanzen produzieren Sauerstoff: Gerade, wenn Sie Fische und andere Tiere halten möchten, sind Wasserpflanzen im Teich ein Muss – denn sie sind die Grundlage für Leben im Wasser.
  • Wasserpflanzen gegen Fadenalgen: Übermäßiges Algenwachstum spricht für einen schlechten Zustand des Teichs. Viele Pflanzen wirken Algen entgegen, sodass diese sich gar nicht erst ausbreiten können.
  • Natürliche Entgiftung: Teichpflanzen säubern das Wasser, indem sie ihm etwa Nitrat oder Ammonium entziehen. Wissenschaftler gehen außerdem davon aus, dass die Pflanzen dem Wasser gefährliche Keime entziehen können.

Unterwasserpflanzen oder Schwimmpflanzen? Ideen für die Teichzonen

Haben Sie schon eine Vorstellung, welche Wasserpflanzen Ihren Teich bevölkern sollen? Für eine optimale Bepflanzung beachten Sie bitte: Jeder Teich teilt sich in drei Zonen auf – die Sumpfzone, die Flachwasserzone und die Tiefwasserzone. Diese Zonen sind wichtig, selbst wenn Sie einen sehr kleinen Gartenteich anlegen. Für jeden Bereich eignen sich unterschiedliche Gewächse, denn nicht jedes kommt mit jeder Pflanztiefe zurecht. In der äußersten Zone ist zum Beispiel die Sumpfdotterblume, der Froschlöffel, der Rohrkolben, die Gauklerblume oder die Sumpfiris sehr beliebt. In der Flachwasserzone macht etwa die Wasserminze eine sehr gute Figur, auch Hechtkraut wächst und gedeiht hier hervorragend. Die Tiefwasserzone ist dagegen prädestiniert für Seerosen. Die dekorativen, großen Blätter, die zusammen mit den prachtvollen Blüten auf der Wasseroberfläche schwimmen, haben neben der herrlichen Optik übrigens noch einen sehr praktischen Nutzen: Sie sorgen im Wasser für einen angenehmen Halbschatten, der wiederum das Algenwachstum hemmt. Auch Laichkraut oder der Wasserhahnenfuß fühlen sich hier sehr wohl.

Schwimmteich oder Goldfischteich? Die passende Bepflanzung für jede Variante

Wofür genau möchten Sie die Fläche verwenden? Auch das spielt eine Rolle in der Entscheidung, welche Wasserpflanzen im Teich wachsen sollen. Wenn Sie in einer möglichst natürlichen Umgebung planschen möchten, werden Sie möglicherweise auf eine Filteranlage verzichten. Damit das Wasser trotzdem hygienisch sauber bleibt, sollten Sie stattdessen auf einen Aufbereitungsbereich aus Pflanzen setzen – also Gewächse, die das Wasser reinigen. Gleichzeitig empfehlen sich in einem Schwimmteich natürlich eher kleinere Gewächse, die nicht so stark ranken wie etwa Seerosen. Das Tausendblatt kommt hier aufgrund seiner natürlichen Filterwirkung sehr gerne zum Einsatz. Die kanadische Wasserpest beugt Algen vor und ist deshalb ebenfalls eine gute Wahl für den Schwimmteich.

In einem Teich, der von Tieren bevölkert werden soll, spielen dagegen andere Überlegungen eine Rolle: Hier sollten Sie auf Wasserpflanzen für den Teich setzen, die Teichfischen und anderen Bewohnern durch ihre großen Blätter Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten bieten. Seerosen sind deshalb, wie schon erwähnt, fast unverzichtbar.

Wasserpflanzen pflegen: So bleibt der Teich schön

Die meisten Wasserpflanzen für den Teich wuchern sehr stark. Eine sinnvolle Pflegemaßnahme ist es deshalb, sie regelmäßig etwas zu stutzen, damit sie nicht früher oder später die gesamte Wasserfläche bevölkern. Schon beim Einpflanzen können Sie hier übrigens gegenwirken: Setzen Sie unbedingt auf Gewächse in Pflanzkörben – auf diese Weise breiten sie sich nicht ganz so stark aus. Ein weiterer Vorteil: Alles, was nicht winterhart ist, können Sie zu Beginn der kalten Jahreszeit so viel einfacher dem Wasser entnehmen.

Der Pflegeaufwand für Wasserpflanzen variiert durchaus – idealerweise setzen Sie sich noch vor dem Kauf etwas damit auseinander, damit Sie wissen, was auf Sie zukommt. Die beliebten Seerosen etwa sind recht pflegeleicht. Zu Beginn der Saison sollten Sie sie düngen. Bei Bedarf können Sie welke Blätter entfernen, ein Überwintern ist in der Tiefwasserzone meist kein Problem. Die beliebte Sumpfiris ist ganz besonders genügsam. Ein Düngen ist hier nur erforderlich, wenn sie nicht blühen will, im späteren Sommer können Sie sie bei Bedarf etwas zurückschneiden.