Schon im Frühling und Sommer, wenn ausgesät und in die Erde gesetzt wird, beginnt am besten die Planung: Winterharte Balkonpflanzen sind für viele findige Hobbygärtner die erste Wahl, schließlich machen sie recht wenig Arbeit, weil sie in ihren Töpfen oder Blumenkästen bleiben können – ein Umtopfen oder Umsetzen ist meist nicht notwendig. Welche Kübelpflanzen können im Freien überwintern? Welche Pflegemaßnahmen sind vor dem ersten Frost erforderlich? Was gibt es für den Winter zu beachten? Hier lesen Sie alles rund um einen geeigneten Winterschutz!

Heimische Gewächse = Winterharte Balkonpflanzen

Auf der Suche nach Pflanzen, die auch kalte Temperaturen und Frost überstehen, gibt es eine einfache Regel: Halten Sie sich an Heimisches – denn wer in freier Wildbahn dem mitteleuropäischen Winter trotzt, tut das auch auf Ihrem Balkon. Hier einige Beispiele für dekorative Gewächse:

  • Heidepflanzen: Frostharte Heidepflanzen sind unter andrem deshalb so beliebt, weil sie auch in der kalten Jahreszeit Blühpflanzen sind – sie bleiben also farbenfroh, wenn viele andere Pflanzen sämtliche Blätter und Blüten längst verloren haben.
  • Astern: Auch Astern gehören zu den winterharten Balkonpflanzen und dürfen in ihren Töpfen oder Blumenkästen das ganze Jahr über draußen bleiben.
  • Rosen: Sie haben den Ruf eher zerbrechlich und anspruchsvoll zu sein – doch die beliebten Balkonpflanzen sind winterhart.
  • Die Clematis gehört zu den beliebtesten einheimischen Kletterpflanzen. Doch Vorsicht: Auch als Kübelpflanze braucht das Gewächs einigen Platz, um sich auszubreiten.

Mehr Ideen gefällig? Sicher finden Sie im Pflanzenfachhandel noch weitere Dauerblüher, die auch mit frostigen Temperaturen zurechtkommen.

Frostharte Exoten: Nicht-einheimische Balkonpflanzen überwintern

Doch auch Pflanzen aus anderen Ländern lassen sich auf dem Balkon überwintern. Hier einige Ideen für winterharte Balkonpflanzen mit exotischer Herkunft:

  • Zaubernuss: Auch diese winterharte Balkonpflanze sorgt in der kalten Jahreszeit für dekorative Farbtupfer.
  • Pfennigkraut: Entweder als Bodendecker im Garten oder in Blumenkästen auf dem Balkon – Pfennigkraut zeigt zwar nur in Frühjahr und Sommer seine hübschen Blüten, kommt aber problemlos durch die kalte Jahreszeit.
  • Hortensien und Fuchsien gehören zu den besonders beliebten Balkonpflanzen und sind winterhart – bis zu einem gewissen Grad. Fuchsien vertragen Temperaturen bis etwa -2 Grad, bei strengerem Frost dagegen sollten Sie hereingeholt werden.
  • Winterjasmin: Zwischen Januar und April zeigt Jasminum nudiflorum wunderschöne gelbe Blüten – die perfekte winterharte Balkonpflanze also!
  • Olivenbäumchen: Wer hätte es gedacht – auch das mediterrane Gewächs kann niedrigen Temperaturen trotzen. Bis etwa null Grad dürfen die Töpfe an der frischen Luft bleiben. Achten Sie allerdings darauf, dass der Kübel nicht durchfriert.

Gießen und düngen: So pflegen Sie Ihre Balkonpflanzen im Winter

In der kalten Jahreszeit sind winterharte Balkonpflanzen durchaus pflegeleicht. Die meisten Gewächse ruhen jetzt und befinden sich außerhalb der Wachstumsphase. Das bedeutet für Sie, dass Sie nicht düngen brauchen. Auch Gießen sollte eher sparsam stattfinden – bei den meisten Pflanzen genügt es, nur so viel Wasser zu geben, dass der Erdballen nicht austrocknet. Es ist außerdem sinnvoll, Ihren Balkonpflanzen im Winter einen möglichst geschützten Standort zu ermöglichen – stellen Sie die Kübel also am besten auf den windgeschützten, halbschattigen bis schattigen Boden des Balkons, in die Nähe der Hauswand. Um das Substrat vor Frost zu schützen, können Sie außerdem etwas Laub darauf verteilen.