Eine weite Reise hat sie ursprünglich hinter sich, die Zimmerzypresse. Den langen Weg von Kalifornien hat sie es in der Mitte des 20. Jahrhunderts nach Europa geschafft.

Geschichte und Eigenschaften der Zimmerzypresse

Die Zimmerzypresse, die auf den botanischen Namen cupressus macrocarpa goldcrest hört, gehört der Familie der Zypressengewächse und der Gattung der Zypressen an. Ihr Markenzeichen ist ihr auffallend hellgrünes Nadelkleid. So hell ist es deswegen, da die Zimmerzypresse der Art Goldcrest zugeordnet wird. Diese stammt ursprünglich aus dem Küstengebiet Kaliforniens.

Die Pflanze ist robust, widerstandsfähig und preiswert – zudem hat sie auffallend wenige Schädlinge wie Blattläuse oder Spinnmilben und ist nicht anfällig für Krankheiten. Nicht nur deswegen ist sie sehr beliebt. Sie ist außerdem sehr pflegeleicht und wächst pyramidenförmig – und vor allem schnell. Denn sie kann bis zu dreißig Metern hoch werden und wächst dreißig bis vierzig Zentimeter pro Jahr.

Die Zimmerzypresse erstrahlt in Hellgrün.

Die Zimmerzypresse mag Sonne und luftige Standorte © istockphoto.com/cunfek

Sonnenanbeter Zimmerzypresse

Entgegen der Vermutung, dass es sich bei der Zimmerzypresse um eine reine Zimmerpflanze handelt, kann man sie auch draußen im Garten pflanzen – der Name irritiert daher etwas. Die Zimmerzypresse mag sonnige, gut belüftete und helle Standorte. Steht sie aber zu sehr in der Hitze oder am Fenster, kann sie einen Sonnenbrand bekommen und die Blätter werden braun. Also lieber an einem Ort ohne direkte oder zu intensive Einwirkung der Sonne platzieren. Sie kann ganzjährig im Zimmer gehalten werden, draußen ist aber noch besser. Am liebsten mag sie es auf der Terrasse oder dem Balkon und im Wintergarten. Auch als Kübelpflanze im Garten macht sie sich gut.

Tschüss Sommer, Hallo Winterschlaf

Eine Sache gilt es aber zu beachten: Die Pflanze ist nicht winterhart, was bedeutet, dass man sie am Ende des Herbstes bis zum Frühjahr zum Überwintern an einen kühlen, hellen Standort umquartieren sollte. Temperaturen von mindestens fünf bis zehn Grad müssen gewährleistet sein. Die Erde mäßig feucht halten, damit sie nicht austrocknet, aber generell sehr wenig gießen. Tipp: Die Zimmerzypresse darf nicht an einem zu dunklen Ort stehen. Ansonsten schießt sie viel zu schnell in die Höhe und verformt sich (was nachträglich nicht mehr so leicht zu korrigieren ist). Winterharte Balkonpflanzen sind da um einiges pflegeleichter.

Achtung: Eine Zimmerzypresse ist hochgradig giftig. Deswegen in der Wohnung immer außer Reichweite von Kindern und Haustieren stellen oder ganz auf sie verzichten.

Zypressen-Pflege für Anfänger

Die Zimmerzypresse ist sehr genügsam und pflegeleicht. Ein paar Dinge gilt es trotzdem zu beachten: Nadelgehölze wie sie setzt man immer im Frühjahr. Denn wenn man sie im Herbst pflanzt und sie dann Frost abbekommen, können sie sich nicht mehr neu verwurzeln.

Zunächst mischt man das optimale Substrat an. Dieses sollte aus Kompost, Ackererde und Sand sowie Kakteenerde bestehen. So gedeiht die Pflanze am besten und hat die ideale Nährstoffzufuhr. Die Erde soll dabei locker und wasserdurchlässig sein. Wichtig: Die Zimmerzypresse nicht zu tief einsetzen. Der Wurzelballen sollte an die Oberkante der Grube anschließen. Mit dem Platz sehr großzügig umgehen, denn die Pflanzen wachsen sehr buschig und sollten deswegen nicht zu nah aneinander gesetzt werden.

Die Zimmerzypresse ist sehr pflegeleicht

Optimal gepflegt gefällt es der Zimmerzypresse am besten ©istockphoto.com/Antagain

Die optimale Pflege

Thema Gießen:

  • Vom Frühjahr bis in den Herbst sollte regelmäßig gegossen werden – im Winter seltener.
  • Das Substrat aber nicht komplett austrocknen lassen, damit die Pflanze auch im Winterschlaf die nötige Feuchtigkeit bekommt.
  • Darauf achten, dass es keine Staunässe gibt und der Erdballen nicht austrocknet.

Von April bis September ist alle zwei Wochen düngen angesagt. Dabei nutzt man am besten Flüssig- oder Langzeitdünger – im Winter dafür auf keinen Fall düngen. Schneiden kann man die Zimmerzypresse in alle möglichen Formen oder Richtungen, notwendig ist das aber nicht. Allerdings ist die richtige Pflege auf lange Sicht wichtig: Alle zwei bis drei Jahre sollte man die Pflanze in neue, größere Töpfe und neues Substrat setzen – wenn sie nicht schon im Garten eingepflanzt ist.

Vermehrung durch Samen und Stecklinge

Die Zimmerzypresse vermehrt sich durch die Stecklinge. Das passiert meistens zwischen den Monaten Juli und Oktober. Dazu etwa zehn Zentimeter lange Triebspitzen nutzen. Diese werden dann in Töpfe gepflanzt, mit spezieller Erde oder einem Mix aus Erde und Sand gemischt. Bei einer Bodentemperatur von 20 bis 25 Grad wurzeln die Setzlinge am besten, etwas kühler geht auch. Tipp: Um die Feuchtigkeit länger zu halten, stülpt man eine Plastiktüte über den Topf.

Neugierig geworden? Jetzt wird losgegärtnert! Eine Übersicht zu Gartenzubehör für alle Fälle und mehr gibt es auch bei Lupos Landleben.